FAQ: Muss eine Solaranlage geerdet werden?

Von Bart van den Bosch – Produktmanager Libra Energy

Die neue NEN1010 (1. Januar 2017), eine niederländische Richtlinie mit Sicherheitsvorschriften für Niedrigspannungsanlagen, die von Installateuren im  Elektrotechnik-Gewerbe anzuwenden ist, schreibt vor, dass alle PV-Anlagen geerdet werden müssen. Das Montagesystem wird als Metallkonstruktion betrachtet und muss daher geerdet werden. Die Solarmodule müssen nicht geerdet werden, da sie doppelt isoliert sind.

Wir unterscheiden zwischen:
  • Funktionserdung: Erdung des Plus- oder Minusleiters von Dünnschicht-Modulen oder Back-Contact-Modulen, um sie gegen Spannungskorrosion zu schützen.
  • Erdung für elektrische Sicherheit.
  • Erdung als Schutz von Systemkomponenten gegen Spannungsspitzen durch Blitzentladungen.
  • Erdung der Struktur bei Verwendung eines externen Blitzableiter-Systems.
Erdung der solarmodule ist notwendig, falls:
  1. Die Module in der unmittelbaren Nähe zu einem Blitzableiter-System sind (d.h. Distanz vom Modul zum Blitzableiter unter 60 cm).
  2. Ein transformerloser Wechselrichter verwendet wird.
Erdung wird empfohlen, falls:
  1. Große Metallstrukturen für die Solarmodule verwendet werden.
  2. Wo auch immer Elektroschocks zu gefährlichen Situationen führen können.

Der Mindestquerschnitt des Erdungskabels darf nicht kleiner als der größte Kabelquerschnitt sein, der im DC-System verwendet wird.

Informationen zur Erdung finden Sie ebenfalls in der ISSO Bedienungsanleitung.

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